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Manfred Lütz in der Bundespressekonferenz in Berlin

Das Thema Holocaust begleitet den israelischen Künstler Jehuda Bacon schon fast sein ganzes Leben. Als 13-Jähriger wurde er mit seiner Familie zunächst in das Ghetto Theresienstadt, später in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Seine Familie wurde umgebracht, nur er überlebte. Nach der Befreiung wanderte Bacon nach Palästina aus, wurde Künstler und versuchte, das Erlebte in seinen Bildern zu verarbeiten. So eindrücklich gerieten seine Zeichnungen, dass sie im Eichmann-Prozess in Jerusalem und im Frankfurter Auschwitz-Prozess als Beweismittel gewertet wurden. Manfred Lütz, Psychiater, Theologe und unser Autor, besuchte den mittlerweile 87-Jährigen im Januar dieses Jahres in Jerusalem. Das Ergebnis des viertägigen Treffens, den Gesprächsband „‚Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden.‘ Leben nach Auschwitz“, stellte Manfred Lütz am 26. September 2016 in der Bundespressekonferenz in Berlin vor.

Pressekonferenz mit Manfred LützPräsentiert wurde das Werk vom Grünen-Politiker Volker Beck, der seit 2014 Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags ist. Zahlreiche Gäste und Journalisten waren der Einladung in die Bundespressekonferenz gefolgt und erlebten ein tiefsinniges Gespräch von Lütz und Beck über Auschwitz, die Israelpolitik Deutschlands und den Menschen Jehuda Bacon. Der Gesprächsband, betont Manfred Lütz, sei kein Buch über Auschwitz. „Da gibt es schon viele eindrucksvolle Berichte. Dieses Buch bringt die Weisheit eines Menschen zur Sprache, der Entsetzliches erlebt hat, aber darunter nicht zerbrochen ist.“ Bacon erzählt darin, wie er aus tiefer Erschütterung heraus zum Humanisten wurde.

Auch jenseits der Präsentation in Berlin gab und gibt es ein reges Medieninteresse an dem Buch. Die „Bild“ veröffentlichte in einer dreiteiligen Serie Auszüge daraus. In der Erscheinungswoche gab Manfred Lütz eine Reihe von Radiointerviews, unter anderem im Deutschlandfunk und bei Radio Bremen. Auch der „Stern“ widmete dem Werk eine ausführliche Besprechung, und am 18. Oktober hat Manfred Lütz in der Talkshow von Markus Lanz über das Buch und über Jehuda Bacon berichtet.

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