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Señor Gonzalez und der Garten des Lebens

Niklas, Anfang 30, gerade arbeitslos geworden und irgendwie entwurzelt, beschließt eine Auszeit in Andalusien. Dort begegnet er Señor Gonzalez, einem alten Gärtner, der seit Jahrzehnten Gemüse auf natürliche Weise anbaut, »immer mit der Natur als Freund und Gehilfe«. Zuerst besucht Niklas den alten Mann hin und wieder, dann hilft er ihm täglich einige Stunden bei der Gartenarbeit. Dabei lernt Niklas nicht nur etwas über den Anbau von Lauch und Tomaten, sondern vor allem etwas über Gelassenheit, Achtsam- und Genügsamkeit. Señor Gonzalez, sein Wissen und seine Weisheit öffnen Niklas die Augen und helfen ihm, sein Leben neu auszurichten …

Wir fragten Claus Mikosch, den Autor der Geschichten des »kleinen Buddha« nach seinem neuen Buch:

Lieber Herr Mikosch, warum tut es gut, Ihr neues Buch »Señor Gonzalez und der Garten des Lebens« zu lesen? Was erwartet den Leser darin?

Ich hoffe, dass das Buch die Leserinnen und Leser etwas entschleunigt und gleichzeitig inspiriert, bestimmte Dinge im Leben zu überdenken und vielleicht sogar zu ändern. Momentan leben wir einfach zu schnell und im völligen Überfluss und oft auch Überdruss – Señor Gonzalez zeigt, dass es auch anders geht. Für mich ist er ein leuchtendes Vorbild an Gelassenheit und Genügsamkeit. Und er weiß einfach, wie wichtig es ist, mit der Natur im Einklang zu leben. „Vielleicht würde der Menschheit eine Gartenrevolution gut tun. Alle mit den Händen im Dreck, um den Wahnsinn auszutreiben und sich kollektiv zu erden.“

Sie gärtnern ja auch selbst – was macht die Arbeit im Garten mit Ihnen? Geht es Ihnen so wie Niklas, der Hauptfigur im Buch?

Mir ist es in der Tat ähnlich ergangen wie Niklas. Früher ist bei mir jede noch so pflegeleichte Zimmerpflanze eingegangen. Hauptsächlich aufgrund von Desinteresse. Mit Anfang Dreißig, kurz nach der Finanzkrise von 2008, habe ich dann mit dem urbanen Gärtnern angefangen, weil ich mir Sorgen um die Stabilität unseres Wirtschaftssystems gemacht habe. Etwas Essbares auf dem Balkon anzubauen gibt da wenigstens eine kleine Illusion von Sicherheit. Über die Jahre habe ich mich dann irgendwie in die Gartenarbeit verliebt. Sie ist mittlerweile eine der wenigen Konstanten in meinem Leben. Die Hände in der Erde, etwas Musik im Hintergrund und den Pflanzen beim Wachsen zusehen – mich macht das glücklich.

Ist »Señor Gonzalez und der Garten des Lebens« ein Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit und Achtsamkeit?

Auf jeden Fall! Es sind zwar beides Worte, die mittlerweile so oft benutzt werden, dass sie fast schon nerven, weil sie wie ein Modetrend erscheinen. Aber Fakt ist: Ohne Nachhaltigkeit leidet die Erde und ohne Achtsamkeit leiden wir Menschen. Señor Gonzalez lebt sowohl achtsam als auch nachhaltig und… naja, er lächelt halt die meiste Zeit. Irgendetwas scheint er richtig zu machen.

 

Zur XXl-Leseprobe von Claus Mikosch: Señor Gonzalez und der Garten des Lebens

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