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Der Blog des Gütersloher Verlagshauses
Mitterlehner/Christ: No Bullshit

Was steckt hinter dem Titel „No Bullshit – Mutiger Mann sein“?

Jetzt mal Klartext heißt es in der Einleitung zum Buch: Auch Männer haben ihre Krisen – und wollen doch nur authentisch leben. Sie wollen nicht nur funktionieren, sondern ihrem Leben einen Sinn geben, getragen von einem guten Umfeld. Schuldgefühle, Versagensängste, Verletzungen machen krank und verstellen den Blick auf das, was zählt. Es braucht viel Mut, sich diesen Schwierigkeiten zu stellen und seinen Weg als Mann zu finden: als echter Kerl, der mutig, stark und kämpferisch für sich und für andere sorgt.

In unserem Beitrag beantworten uns die beiden Autoren des Buches Claudia Christ und Ferdinand Mitterlehner einige Fragen, die wir an ihr Projekt gestellt haben:

Fassen Sie doch kurz zusammen, worum es in Ihrem Buch geht!

Das Buch ist ganz klar gegliedert. In fünf großen Kapiteln widmen wir uns den Themen „Verletzt“, „Visionär“, „Verbunden“, „Verantwortungsvoll“ und „Verändern“. Am Anfang jedes (Unter-) Kapitels finden sich die von uns recherchierten Zahlen zum Thema. U.a. finden sie Forschungsergebnisse zur männlichen Intuition, zur Anzahl fehlerhafter Scheidungsgutachten, das Datenvolumen der von Männern besuchten Internetseiten, Statistiken zur Verurteilung und die Zeiterfassung für eine durchschnittliche Woche eines modernen Mannes in Beruf, Familie und Hobby. Wir diskutieren diese Datenlage und suchen gemeinsam mit dem Leser einen Weg, mutig den jeweiligen Lebensbereich zu gestalten. Dafür gibt es neben Diskussion und Anregungen auch Einladungen zum Nachdenken, konkrete Arbeitsmaterialen, Erfahrungsberichte von mutigen Männern und Textabschnitte mit drive!

Was steckt hinter diesem Titel „No Bullshit – Mutiger Mann sein“?

Wir beobachten in der öffentlichen Verwendung unserer Sprache zwei Extreme: unter dem Stichwort „politisch korrekt“ wird vielerorts vermieden, Dinge und Sachverhalte beim Namen zu nennen, Standpunkte zu klären und Ziele, bzw. Anforderungen zu konkretisieren. Andererseits erlauben sich viele Zeitgenossen v.a. im Netz impulsive und hoch emotionale Statements. In „No Bullshit“ geht´s zur Sache, denn wir nennen unsere Themen beim Namen und haben gründlich recherchiert. „Mutiger Mann sein“ beinhaltet aber auch die notwendige Differenzierung bei den Themen und die Bereitschaft für den Dialog mit sich und anderen Personen. Mutig leben, lieben und sich lächelnd über die eigene Schulter zu schauen – die Anregungen aus dem Internet zum Stichwort N.B. kommen dem Buch schon ziemlich nahe!

Im zweiten Teil des Titels heißt es: „Mutiger Mann sein“. In welchen Lebensbereichen brauchen Männer mehr Mut und warum?

Wir finden, diese Frage kann man gar nicht groß genug denken! Wir haben ein einziges Leben und müssen/dürfen/können dies genau einmal gestalten. Den schmalen Weg zu finden zwischen der Selbstzerstörung und der Selbstverschwendung ist echt eine Kunst. Krankheiten, Verurteilungen, Sucht, Suizide, Scheidungen und eine (im Vergleich zu den Frauen) kürzere Lebensspanne weisen darauf hin, dass es eben den Männern nicht so leicht gelingt, den mutigen Weg einzuschlagen. Es braucht eben Mut, den eigenen Körper zu fordern und pfleglich zu behandeln; es braucht Mut einem Burnout vorzubeugen und nicht in die Sucht zu gehen; es braucht mutige Visionen um immer wieder Weichen für ein lebendiges Leben zu stellen; es braucht  Mut für die Verantwortung als Partner und Vater; es braucht Mut sich Vorbildern anzuvertrauen und irgendwann selber zum Vorbild zu werden und es ist mutig, veränderungsbereit zu bleiben!

Was unterscheidet Männergesundheit von Frauengesundheit?

Die Tatsache, dass es in den Industrienationen um die Gesundheit der Männer im Vergleich zu ihren Frauen deutlich schlechter bestellt ist! Männer leben fünfeinhalb Jahre kürzer als Frauen, gehen seltener zum Arzt, arbeiten mehr und gefährlicher, folgen oftmals dem inneren Bild des „harten Mannes“, konsumieren mehr Drogen, sind öfter in Unfälle und in Gewaltszenen verwickelt, leiden unter Bewegungsmangel und finden deutlich weniger auf sie zugeschnittene Gesundheitsangebote.

Laufen Männer eher Gefahr als Frauen, sich zu viel zuzumuten? Achten Männer weniger auf sich?

Die ersten positiven Rezensionen von Leserinnen zeigen uns, dass wir die gesellschaftliche Position der Frauen und die Entwicklung der Frauenbewegung ausreichend mitgedacht haben und sich auch Frauen im Text wiederfinden können. Es geht also nicht um einen Vergleich zwischen Männern und Frauen, sondern um die perspektivische Betonung der männlichen Position. Tendenziell wird den modernen Männern zusätzlich zur lebenslangen Arbeitsbiographie abverlangt, für Partnerschaft und Kinder Verantwortung zu übernehmen. Noch immer werden Jungs in weiten Kreisen so sozialisiert, dass sie ihren eigenen Körper wie eine funktionelle Einheit wahrnehmen lernen, und diesen entweder vernachlässigen oder bis über die Belastungsgrenzen hinaus beanspruchen. Sozial meist beruflich eingebunden scheitern viele Männer an den Idealvorstellungen von Männerfreundschaften – oder haben schlichtweg einfach kaum Gleichgesinnte für den Austausch. Statt auf die Krise als Auslöser für notwendige Veränderungen zu warten, ist unser Buch eine Einladung, „Mutiger Mann zu sein“.

Zur XXL-Leseprobe von "No Bullshit: Mutiger Mann sein!"

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