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Der Blog des Gütersloher Verlagshauses
Hennecke/Bonhoeffer/Felger: Wer bin ich?

»Wer bin ich?« Neue Impulse und wunderschöne Aquarelle

Andreas Felger und Dietrich Bonhoeffer: Zwei Namen die in diesem wunderbaren Buch durch Christian Hennecke zu einer Einheit werden.

Das Gedicht Dietrich Bonhoeffers: »Wer bin ich?«, begleitet viele Menschen seit Jahrzehnten. Es ist neben »Von guten Mächten wunderbar geborgen« eines der zentralen Texte Bonhoeffers, viel zitiert, interpretiert und verarbeitet in spannenden Gesamtkunstwerken. Dieser wunderschöne Geschenkband, herausgegeben von Christian Hennecke, befasst sich mit den Texten Dietrich Bonhoeffers in deren Mittelpunkt, das Gedicht »Wer bin ich?« steht – immer auch im Kontext der wunderschönen Bilder von Andreas Felger und so bilden Bilder und Text einen außergewöhnlichen Dialog zwischen Kunst und Poesie.

Dr. Christian Hennecke, ist seit 2015 Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bistum Hildesheim. Acht Jahre lang war er für die Priesterausbildung seines Bistums verantwortlich. Nach dem Studium der katholischen Theologie in Münster und Rom war er einige Jahre Kaplan und Pfarrer in Gemeinden in Norddeutschland. Hennecke ist Autor zahlreicher Bücher. Für Christian Hennecke war es eine besondere gern angenommene Herausforderung die Texte Bonhoeffers in diesem Band zu verarbeiten. Er schreibt:

Seit Jahrzehnten begleitet mich Dietrich Bonhoeffer. Sein Leben. Sein Denken. Seine tiefe Wachsamkeit für den Geist. Seine Ahnungen für die Zukunft des Christentums. Er ist mir Lehrer geworden auf eine ganz eigene Weise. Seine Theologie, seine Prophetie lassen einen Neuaufbruch des Christentums erahnen. Das hat mich angezogen. […]

Bonhoeffer geht es darum, »sich in den Weg Jesu Christi mithineinreißen zu lassen« (Brief am 18.7.1944). Wir erleben einen Propheten einer zukünftigen Gestalt des Christentums und der Kirche, die ganz daraus lebt, dass Christsein Hingabe für andere bedeutet. So schreibt er […]: »Unser Verhältnis zu Gott ist kein ›religiöses‹ zu einem denkbar höchsten, mächtigen, besten Wesen – dies ist keine echte Transzendenz –, sondern unser Verhältnis zu Gott ist ein neues Leben im »Dasein-für-andere« …

Von hier aus wollen die Impulse dieses Buches gelesen werden. Es geht darum, der Botschaft des Evangeliums einen neuen Rahmen zu geben – und damit seine Frische und Radikalität, seine Lebensnähe und tiefe Mystik neu zu entdecken.

Die Texte Bonhoeffers atmen genau diese Lebensnähe, diesen Realismus, diese Diesseitigkeit – und sie lassen darin die Tiefe der Gottesgegenwart mitten im Leben spürbar werden, eine Transzendenz nicht jenseits der Wirklichkeit, sondern in ihr. Lebensnähe und Transzendenz zeichnen auch die Aquarelle von Andreas Felger aus, der bewusst als zeitgenössischer Künstler für diesen bemerkenswerten Dialog zwischen Poesie und Malerei ausgewählt wurde.

Andreas Felger ist Maler, Grafiker und Bildhauer. 1935 in Baden-Württemberg geboren, beginnt er 1950 eine Ausbildung als Musterzeichner, an die sich ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München anschließt. Seit 1960 widmet sich Andreas Felger vollständig der freien Kunst; bis heute wird sein Werk regelmäßig in zahlreichen Ausstellungen präsentiert.

Ein Schwerpunkt seiner frühen Holzschnitte und Aquarelle liegt auf der Auseinandersetzung mit der Natur, biblischen Themen und Literatur. Seit den 1990er-Jahren bestimmen freie Formen und farbstarke Abstraktionen sein Werk in Öl und Aquarell. 2002 wird die Andreas Felger Kulturstiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst ins Leben gerufen. Andreas Felger lebt in seiner Geburtsstadt Mössingen-Belsen und arbeitet im »Atelier K« in Bad Sebastiansweiler. Auf der Seite der Andreas Felger Kulturstiftung können Sie alles über diesen Ausnahmekünstler erfahren.

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